Chronische Verstopfung
Ein stiller Feind des Beckenbodens.
Verstopfung ist sehr häufig: seltener oder schwer absetzbarer Stuhlgang. Wiederholtes Pressen übt einen nach unten gerichteten Druck aus, der den Nervus pudendus dehnt.
Über Jahre hinweg kann diese Dehnung die Schließmuskeln von After und Harnröhre schwächen und eine doppelte Inkontinenz begünstigen. Die Behandlung von Verstopfung schützt daher auch die Kontinenz.
Weitere Informationen
Dieses detaillierte Informationsblatt wird auf Englisch angezeigt, während die Übersetzung vorbereitet wird.
Eine verlangsamte Darmpassage, die oft mit den täglichen Gewohnheiten zusammenhängt.
Definition
Chronische Verstopfung bedeutet seltener, harter oder erschwerter Stuhlgang mit Blähungen und dem Gefühl einer unvollständigen Entleerung, der über mehrere Wochen anhält.
Ursachen
Eine verlangsamte Darmpassage, zu wenig Wasser und Ballaststoffe, Bewegungsmangel, bestimmte Medikamente (insbesondere opioidhaltige Schmerzmittel) oder eine Schilddrüsenunterfunktion.
Diagnose
- Besprechung der Ernährungsgewohnheiten, der Flüssigkeitszufuhr und der Medikamente.
- Bluttests (Schilddrüse) und in manchen Fällen eine Untersuchung der Darmpassagezeit.
- Koloskopie bei Vorliegen von Warnzeichen.
Behandlungen
Ausreichend trinken, mehr Ballaststoffe aufnehmen und tägliche Bewegung bilden die Basis. Osmotische Abführmittel können helfen; stimulierende Abführmittel sollten nur gelegentlich eingenommen werden. Die Ärztin oder der Arzt sucht nach einer Ursache und behandelt diese, falls vorhanden.
Eine schwere Verstopfung drückt auf die Blase und kann insbesondere bei körperlicher Anstrengung zu Urinverlust führen. Eine Inkontinenzeinlage oder die saugfähige Unterwäsche Flexi fängt diesen Urinverlust auf, während sich der Darm reguliert.
Aufklärende Inhalte für Familien und Pflegekräfte. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung: Ein Arzt, eine Pflegefachkraft für Kontinenz oder ein Physiotherapeut stellt die Diagnose und wählt die Behandlung.
PFLEGE-ASSISTENT