Rückenmarksverletzung (SCI)
Eine Rückenmarksverletzung, die die Kommunikation mit dem Becken unterbricht.
Die Höhe und Schwere der Verletzung bestimmen die Art der Funktionsstörung. Oberhalb von T12 wird die Blase meist „reflexartig“: Sie entleert sich ohne Vorwarnung.
Unterhalb von T12 ist die Blase oft „schlaff“: Sie dehnt sich und entleert sich nicht von selbst, was bei fehlender Katheterisierung ein Risiko für die Nieren darstellt. Ein angepasstes Blasenmanagement schützt die langfristige Gesundheit.
Weitere Informationen
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Nach einer Rückenmarksverletzung folgen Blase und Darm einem präzisen Programm.
Definition
Eine Rückenmarksverletzung unterbricht die Signale zwischen dem Gehirn und den Organen unterhalb der Verletzung ganz oder teilweise. Blase und Darm werden nicht mehr bewusst kontrolliert.
Ursachen
Ein Trauma (Verkehrsunfall, Sturz, Sport), seltener eine Erkrankung oder ein Tumor des Rückenmarks.
Diagnose
- CT und MRT der Wirbelsäule und des Rückenmarks.
- Urodynamische Untersuchung zur Beurteilung des Blasenverhaltens.
Behandlungen
Stabilisierung der Wirbelsäule, Rehabilitation, dann ein Blasenprogramm (intermittierender Katheterismus, Medikamente) und ein Darmprogramm (Zeitpläne, Entleerungshilfen), die gemeinsam mit dem Rehabilitationsteam erstellt werden. Der Schutz der Nieren hat Priorität.
Nach einer Rückenmarksverletzung folgen Blase und Darm einem präzisen Programm mit dem Rehabilitationsteam. Je nach Mobilität ergänzen die absorbierende Unterwäsche Flexi oder der Combi Windelslip mit Klebestreifen dieses Programm, zusammen mit einer Mati Krankenunterlage im Bett.
Aufklärende Inhalte für Familien und Pflegekräfte. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung: Ein Arzt, eine Pflegefachkraft für Kontinenz oder ein Physiotherapeut stellt die Diagnose und wählt die Behandlung.
PFLEGE-ASSISTENT